„Der Rest meines Lebens ist MEINS." Und plötzlich ist alles offen. Dorothea ist bei mir zu Gast
„Der Rest meines Lebens ist MEINS.“
Diesen Satz sagt Dorotha gegen Ende unseres Gesprächs. Und für mich steckt darin eigentlich die ganze Geschichte dieser Folge.
Dorotha hatte einen klaren Plan für ihr Leben. Doch dann kam der Kinderwunsch. Eine Fehlgeburt. Mehrere Fertilitätsbehandlungen. Und irgendwann das Gefühl, dass sich ihr ganzes Leben nur noch um diesen einen Wunsch dreht. Denn, wie sie selbst sagt: Fertilitätsbehandlungen sind eigentlich ein Teilzeitjob.
Die Behandlungen erlebt Dorotha als brutal und sagt: „Ich wurde behandelt als potenziell defektes Gefäß.“
Wir sprechen über den Moment, an dem sie ihren tiefsten Punkt erreicht hat und warum sie genau dann ihren Job gekündigt hat. Über ihre Beziehung, über unterschiedlich große Kinderwünsche und darüber, was passiert, als sie aufgehört hat zu kämpfen.
„Ich habe angefangen, mich umzuschauen. Nur mal das Leben anziehen und schauen, ob es passt.“
Ich mag dieses Bild sehr. Nicht sofort einen neuen perfekten Lebensplan entwickeln. Nicht sofort wissen müssen, was jetzt kommt. Sondern erst einmal ausprobieren, schauen und spüren.
Heute weiß sie: Ihr Leben ist reich und erfüllt. Sie sagt sogar: „Ich mag mich jetzt mehr als vorher.“
Wir sprechen über Freiheit, die zunächst sogar neuen Druck erzeugen kann. Über das gesellschaftliche Narrativ, dass ein Leben mit Kindern besser sei. Und über einen Satz, den ich besonders wichtig finde:
„Du darfst jederzeit aufhören. Es gibt keine Leidensmedaille und keinen Leidenswettbewerb.“
Darüber und über vieles mehr sprechen wir in der neuen Podcastfolge.
Danke, liebe Dorothea für den Einblick in deine Innenwelt und für dein Sein.